Deutsch-französischer Menschenrechtspreis für den Arzt von Lampedusa

Berlin, 1. Dezember 2016 - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, und sein Amtskollege, Jean-Marc Ayrault, haben gestern erstmals den deutsch-französischen Preis für Menschrechte und Rechtsstaatlichkeit verliehen. Unter den 15 internationalen Preisträgern, die für ihre “Zivilcourage und und ihr herausragendes Engagement für die Menschenrechte“ geehrt wurden, ist auch ein italienischer Arzt: Dr. Pietro Bartolo. Als Direktor des medizinischen Zentrums auf Lampedusa kümmert sich Bartolo seit Anfang der 1990-er Jahre als um die medizinische Erstbetreuung der in Lampedusa ankommenden Migranten. Zudem ist er einer der Protagonisten des von dem italienischen Regisseur Gianfranco Rosi gedrehten Films Fuocoammare, der 2016 auf Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde.

Der Preis wird den 15 Auserwählten  am 10. Dezmber übergeben werden im Kontext des internationalen Tags der Menschenrechte. Die syrischen Weißhelme erhalten einen Sonderpreis.

Am vergangenen 29. November hatte die Deutsche Botschafterin Susanne Wasum-Rainer zusammen mit der französischen Botschafterin, Catherine Colonna, und dem italienischen Staatssekretär Domenico Manzione aus dem italienischen Innenministerium sowie Dottore Flavio Di Giacomo von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) Dr. Bartolo in ihrer Residenz empfangen zu einem intensiven deutsch-französisch-italienischen Austausch über Migrations- und Integrationsfragen.